herausgefallen.

…und manchmal fällst du einfach für zwei Tage aus der Welt…

Du wachst auf und fragst Dich, was in den letzten knapp 48 Stunden geschehen ist. Du spürst in Dich hinein.

Dein Kopf ist voll und gleichzeitig so leer, dass er es nicht vermag, Dir Antworten zu geben. Dein Körper erzählt Dir ganze Geschichten, doch Du bist nicht in der Lage seine Sprache soweit zu übersetzen, dass all das auch nur ansatzweise Sinn machen würde. 

Wie auf Watte schleichst Du durch den Tag. Funktionierst. Triffst Freunde und versuchst die Tür zu finden, die Dir wieder Einlass gewährt. Einlass in Dein Leben. In das Altbekannte. Das Vertraute.

Was passiert, wenn Du diese Tür gefunden hast? Wirst Du durch sie hindurch gehen oder wirst Du einfach nur einen Blick durch den kleinen Spalt werfen? Prüfend oder wohl überlegend?

Nutzt Du die Chance, das Alte hinter Dir zu lassen und das Wagnis des Neuanfangs einzugehen oder zieht es Dich zurück zum Alten, Vertrauten…?

Was ist es eigentlich, dass das Leben zu unserem eigenen macht? Was macht es unverwechselbar zu unserem? Was sind die besonderen Merkmale im Steckbrief unseres Lebens, die dafür sorgen, dass man es uns zweifelsfrei zuordnen kann?

Zwei Tage bin ich aus der Welt gefallen. Aus meiner Welt und jetzt steht sie Kopf und alles ist durcheinander. Kein Stein liegt mehr auf dem Anderen. Das ist beängstigend. Zumal ich es so gerne ordentlich und wohl sortiert habe.

Um mich herum türmen sich Bausteine meines Seins. Ich habe noch eine alte, blasse Skizze meines Lebens in meinem Kopf abgespeichert und wenn ich mich konzentriere, kann ich es vielleicht rekonstruieren.

Aber will ich das? Ist das der Plan? Vielleicht ist es an der Zeit, die Bausteine neu anzuordnen. Etwas Neues zu erschaffen, mit neuen Baustilen zu experimentieren.

Ich sollte den Grundstein legen. Aussortieren und auslagern, was nicht mehr mein Leben ist und sein soll. Neue Materialien hinzufügen und mich von meinem inneren Bauplan leiten lassen, auch wenn dieser gerade noch nicht viel mehr ist, als ein paar schwache Bleistiftstriche auf zerknittertem Pergamentpapier.

Ich weiss nicht, was da am Ende vor mir steht. Ahne nicht einmal, wann ich das Richtfest feiern kann, aber ich nehme die Steine in die Hand und lasse entstehen, was da wachsen will.

Ich bin aus meiner Welt gefallen. Ich werde sie nicht vergessen. Niemals. Tief in mir und in meinem Herzen werde ich sie bei mir tragen. Aber ich folge den Wunsch meines Lebens und erschaffe mir eine neue…

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